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Taufgespräche und Taufvorbereitung

im Pfarrverband Petershausen

 

„Ich habe dich eingezeichnet in meine Hände“

Jes 49,16

 


Die Frage nach der Bedeutung der Taufe scheint heute wichtiger zu sein, als je zuvor. Viele sind der Überzeugung, die Taufe bedeute lediglich eine Namensfestlegung oder sie sei eine Segnung des Kindes mit dem damit verbundenen Eintritt in die Kirche - damit es am Ende seines Lebens "eine ordentliche Beerdigung erhält". Das sind natürlich recht oberflächliche Betrachtungsweisen, die dem Anspruch der Bibel nicht gerecht werden. Nach der Frage, warum ein Paar sein Kind taufen lässt, kann man manchmal noch tiefgreifendere Antworten hören: "Weil es immer so war...!"

Einem überzeugten Christen kann solch' eine Antwort natürlich nicht genügen, bzw. zufrieden stellen. Zu viel wird darüber in den biblischen Schriften gesagt, als dass man das Thema Taufe nur nebensächlich betrachten könnte. Zu sehr ist die Taufe auch an die christliche Hoffnung auf Sündenvergebung, Auferstehung aus den Toten und das kommende Reich Gottes geknüpft.

Wichtig bei dieser biblischen Betrachtung ist natürlich die Quelle, aus der das Wissen hierüber geschöpft wird. Ausgangspunkt soll die Bibel selbst sein, weil sie allein den Anspruch erhebt, unfehlbare Offenbarung Gottes zu sein, die keine dem widersprechenden Quellen akzeptiert. Das ist nun mal Kennzeichen der Wahrheit - Halbwahrheiten helfen hier nicht weiter (2.Tim 3,14; 2. Petr 1,21; Gal 1,11.12; Offb 22,18.19). Anhand dieser zuverlässigen Quelle wird auch zu klären sein, ob die Taufe tatsächlich "immer schon so war" oder ganz anders praktiziert wurde.

Zu Beginn dieser Ausführungen steht eine Aussage Jesu Christi, die an der Ernsthaftigkeit der Taufe in Verbindung mit dem Glauben keinen Zweifel lässt. Nach seiner Auferstehung und unmittelbar vor der Aufnahme in den Himmel, sagte Jesus:

"Wer glaubt und getauft wird, soll errettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden." (Mark 16,16)

Es ist bemerkenswert, welch' hohen Stellenwert die Taufe hat und demzufolge eine recht verbindliche Bedeutung gewinnt. Eine andere Textstelle sollte dies bekräftigen: Eines Nachts traf Jesus auf den Pharisäer Nikodemus...

"Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er etwa zum zweiten Mal in den Leib seiner Mutter eingehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen." (Joh 3,3-5)

 

Die Antwort lässt keine Spekulationen offen: Mit der Taufe beginnt ein neuer Prozess. Die Taufe und die Zeugung durch den Geist, führen zu einer weiteren "Geburt", der Verwandlung zum ewigen Leben, für das Reich Gottes...