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Firmung, was soll das? Was bringt mir das? Wenn Sie diese Frage im Familienkreis oder Freundeskreis stellen, dann werden Sie nur schwerlich eine vernünftige Antwort erhalten. Oft hört man die Einschätzung: Firmung ist so etwas Ähnliches wie Taufe oder Kommunion und: Ohne Firmung kann man nicht kirchlich heiraten. Ein Motiv, sich firmen zu lassen, ist bei vielen, dass man zur Firmung auch heute noch häufig Geschenke erhält.

Aus der Sicht der katholischen Kirche ist die Firmung nach Taufe und Kommunion die dritte und letzte Station der Aufnahme in die Kirche. Nicht nur für die Heranwachsenden sondern auch für die Erwachsenen scheint aber nur noch schwer erkennbar zu sein, welchen Nutzen die Kirche ihnen heute noch bieten kann. Taufe, Sonntagsgottesdienst, kirchliche Hochzeit und Beerdigung sind die noch sichtbaren Elemente. Aber sonst?

Eine Begleiterscheinung, vielleicht auch eine Ursache, dieser Situation ist, dass allgemein nur ungern über Glaubensfragen gesprochen wird. Weniger als ein Drittel der Katholiken glauben heute noch an ein Weiterleben nach dem Tod. Es gilt das Hier und Jetzt: Feierabend und Wochenende sind die Ziele, auf die man hin lebt. Die ständige Reizüberflutung durch das moderne Leben lässt die Momente selten werden, in denen man sich fragt: Kann das sein, das dies alles ist? Man erhält darauf natürlich keine Antwort und sieht sich schließlich allein gelassen.

Wenn es aber zunehmend so ist, dass Eltern mit ihren Kindern und Freunde untereinander nicht mehr über Fragen des Glaubens und damit des Sinns des Lebens sprechen, dann wird es keinen Ausweg aus dieser Vereinsamung geben. Darüber hinaus geht die Orientierung an einem gemeinsamen Ziel verloren. Jeder lebt nur noch für sich. Auf dass der Stärkere gewinne! Und der Satz bewahrheitet sich: Letztlich stirbt jeder allein.

Hier setzt "Firmung" an. Der Firmkurs soll in erster Linie ein Forum sein, in dem genau die Fragen gestellt werden können, über die sonst nicht geredet wird. Und man wird dort nicht belehrt! Vielmehr kann man mit den anderen Teilnehmern und mit vielen Erwachsenen, die den Firmkurs begleiten, ins Gespräch kommen.

Das Ziel des Firmkurses ist es, dass die Teilnehmer aus eigener Verantwortung einen Entschluss darüber fassen können und sollen, welchen Stellenwert Religion, Glaube und Kirche für ihr persönliches Leben und für das Leben in der Gemeinschaft hat. Am Ende des Kurses kann – muss aber nicht die Entscheidung stehen, mit dem Sakrament der Firmung die Aufnahme in die Kirche perfekt zu machen. Im Pfarrverband Petershausen sind wir auch dann zufrieden, wenn die Kursteilnehmer erfahren können: Wir sind in Glaubensfragen nicht auf uns allein gestellt. Sie sollen den Rahmen und den Raum finden, sich über ihren Glauben klarer zu werden, und damit religiös erwachsen zu werden.